Kerry Stratton ist seit 1989 Chefdirigent und Muskdirektor der Toronto Philharmonia am Toronto Centre for the Arts.
Nach seinem Dirigierstudium an der McGill University in Montreal studierte er mehrere Semester am Wiener Konservatorium bei Sir Charles Mackerras, an der Academia Chigiana in Siena sowie bei Charles Bruck an der L´Ecole Pierre Monteux in den USA.
Mit seinen aktuellsten CDs spielte er mit den Nürnberger Symphonikern für Sony ein reines Brahmsprogramm und für ERM Media "Puttin´ on the Ritz" ein. Beide erschienen 2007. Mit dem Prague Radio Orchestra nahm er ein Programm mit Werken von Antonin Dvorak auf. Für Dorian Records entstanden zwei Aufnahmen: Celestial Fantasy präsentiert Kompositionen des US-Amerikaners Alan Hovhaness, während Slavonic Serenades mit dem Moscow Symphony Orchestra Strattons langjährigem Einsatz für osteuropäische Komponisten entsprang und von der "Washington Post" als "wahre Wonne" bezeichnet wurde. Franz Liszts De Profundis vertonte er als Weltpremiere für das Hungaroton Label gemeinsam mit dem Hungarian State Symphony Orchestra.
In seiner Heimat Ontario leitet er als Musikdirektor bereits seit 1992 das Huntsville Festival of the Arts. Seine Engagements führen ihn häufig aus Kanada nach Europa und Asien. So dirigierte er u.a. den Wiener Konzertverein, das Sir Georg Solti Chamber Orchestra, das Bohemian Chamber Philharmonic Orchestra, das Calgary Philharmonic Orchestra, die Hungarian Chamber Soloists, das Janacek Philharmonic Orchestra, das Kitchener Waterloo Symphonic Orchestra, das Prague Chamber Philharmonic Orchestra, das Orchestra London (Ontario), das Slovak Radio Orchestra, das Slovak State Philharmonic Orchestra und das State of Mexico Symphony Orchestra.
Für seine Verdienste für tschechische und slowakische Kultur erhielt er im Jahre 2000 den Jan-Masaryk-Preis der Tschechischen Republik. Im Hermitage-Theater des Winterpalastes von St. Petersburg hatte er 2001 als erster Kanadier die Gelegenheit, zusammen mit der St. Petersburger Camerata aufzutreten.
Während seiner Reise in die Volksrepublik China im Jahre 2004 dirigierte er das Beijing Symphony Orchestra im Großen Konzertsaal der Verbotenen Stadt und erhielt von Publikum und Künstlern für sein kraftvolles und präzises Dirigieren viel Lob. Im März 2006 dirigierte er den Wiener Konzertverein im Brahmssaal des Musikvereins und führte das Orchester auf dessen erste Kanada-Tournee. Ein Konzert mit dem Staatsorchester Kassel im Januar 2007 wurde beim Publikum begeistert aufgenommen und erhielt sehr gute Pressekritiken. Man beschrieb ihn dort als zielbewussten und wirkungssicheren Orchester-Steuermann, der es verstand, Dvoraks Komposition den Seelenton zu verleihen, der ihm gebührt.
Im Juni 2007 verlieh die Tschechische Republik in Prag Stratton den Gratias Agit Award für dessen kontinuierliches Engagement für tschechische Musik und nahm ihn damit in den Kreis bedeutender Empfänger dieser Ehre auf. Träger des Preises sind u.a. die frühere US-Aussenministerin Madeleine Albright, der tschechische Regisseur Milos Forman (Amadeus) und die Langlauf-Olympiasiegerin Katerina Neumannova.
Kerry Stratton verfügt über ein sehr breites Repertoire. Er versteht es auf besondere Weise, das Dirigieren aus Konzertsaal und Opernhaus zusammen zu führen. ?Durch seine vielfältigen Auslandserfahrungen besitzt er die Fähigkeit, außer auf Englisch auch auf Deutsch, Italienisch und Französisch zu proben und so im direkten Dialog mit Orchester und Opernensemble die passende Ausdrucksweise zu finden. Mit seiner kreativen Detailtreue macht er jeden Auftritt zu einem besonderen Erlebnis.
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